2026 06 | 39. Generalversammlung | Park Hotel | Zug
Kontinuität mit Blick nach vorne
An der Generalversammlung 2026 der Gönnervereinigung Kristall-Club wurde Philipp Keller neu in den Vorstand gewählt. Präsident Yves Neupert kündigte seinen Rücktritt an.
Rund 60 Personen, darunter 31 stimmberechtigte Mitglieder, kamen am 12. Juni an die 39. ordentliche GV ins Park Hotel Zug – ein Jahr vor einem runden Jubiläum für den EVZ und den Kristall-Club. Der EVZ feiert 2027 sein 60-jähriges Jubiläum, der 1987 gegründete Kristall-Club sein 40-jähriges Bestehen. Die Vorbereitungen sind auf beiden Seiten angelaufen.
Beginnen wir mit dem Blick nach vorne: Präsident Yves Neupert, der an der GV vom 25. Mai 2012 von Engelbert Huber die Führung des Kristall-Clubs übernommen hat, kündigte auf die GV 2027 seinen Rücktritt an. Ebenso Fabian Bucher, der seit 14 Jahren im Vorstand sitzt. «Wir kommen aktuell auf 54 Vorstandsjahre», rechnete Yves Neupert vor. Falls sein Nachfolger bis zur nächsten GV nicht gefunden wird, steht er seinen heutigen Kollegen als «Past-Präsident» ein weiteres Jahr beratend zur Verfügung.
Auch aus diesem Grund wurde das Führungsgremium des Kristall-Clubs bereits jetzt von vier auf fünf Personen vergrössert: Philipp Keller wurde ohne Gegenstimme für zwei Jahre neu in den Vorstand gewählt. Der gebürtige Zuger, heute wohnhaft in Luzern, ist seit 2017 CEO des Kultur- und Kongresszentrums KKL Luzern und seit 2018 engagiertes Mitglied im Kristall-Club. «Ich stehe nicht für Verjüngung, sondern eher für Erneuerung», kommentierte der 57-jährige seine Wahl und dankte den Anwesenden für das Vertrauen.
Sonst war beim Traktandum Wahlen Kontinuität angesagt: Pacal Spichiger und Fabian Bucher waren noch für ein weiteres Jahr gewählt. Martin Gisler, der an der GV sein 10-jähriges Jubiläum feiern konnte, und Richi Rüegg wurden für zwei weitere Jahre wiedergewählt. Die Präsidentschaft von Yves Neupert wurde für ein weiteres Jahr verlängert, das Gleiche gilt für Revisorin Maria-Theresia Benz.
Wie gewohnt präsentierte Pascal Spichiger die aktuellen Zahlen. Das Jahresergebnis schloss mit einem Minus von 18’585.22 Franken, das aktuelle Vereinsvermögen beträgt 115’155.26 Franken. Wie in den Statuten festgehalten, gehen von den Einnahmen aus den Mitgliederbeiträgen (403’000 Franken) 80 % an das Men’s Team, je 10 % sind für das Women & Girls Programm und den Nachwuchs bestimmt. Dem EVZ konnten inklusive den 297 bezahlten Sitzplätzen 988’120.00 Franken überwiesen werden. Der Mitgliederbeitrag von 2’600 Franken ohne Tickets bleibt unverändert. «In den bisherigen 39 Jahren flossen rund 39 Mio Franken oder eine Mio pro Jahr vom Kristall-Club in die Kassen des EVZ», hielt Pascal Spichiger fest und betonte, dass der Vorstand ausschliesslich Fronarbeit leiste und auch die Tickets selbst bezahle.
Aktuell zählt der Kristall-Club 167 Mitglieder, an der letzten GV waren es noch 174. Martin Gisler musste ungewohnt viele Austritte entgegennehmen, die zu einem grossen Teil kompensiert werden konnten. «Viele waren in der letzten Saison nicht zufrieden mit dem EVZ», konstatierte Yves Neupert. Der Präsident erwartet bis zur nächsten GV keine grosse Veränderung: «Wenn du einen Sitzplatz wolltest, musstest du früher über eine Gönnerorganisation wie den Kristall-Club gehen. Das ist nach der Erweiterung wohl nicht mehr nötig. Ich bin froh, wenn die Mitgliederzahl stabil bleibt. Dazu müssen wir den Kristallern etwas bieten und vielleicht noch exklusiver werden.»
Am Schluss der Versammlung hatte Patrick Lengwiler das Wort und nahm beim Men’s Team kein Blatt vor den Mund: «Wir befinden uns gerade auf einer Talfahrt, aber unsere Organisation arbeitet auf allen Ebenen daran, dass wieder bessere Zeiten kommen.» Auf die nächste Saison angesprochen, bat der EVZ CEO die Zuhörer um Geduld: «Wir befinden uns in einem Rebuild-Prozess und werden auch in der nächsten Saison auf dem Papier noch keine Meistermannschaft haben. Was uns fehlt, ist der Mittelbau zwischen 25 und 30 Jahren, aber es gibt hier nur wenige Möglichkeiten. 14 Klubs wollen das Gleiche und die meisten Schweizer Topspieler sind mit langfristigen Verträgen ausgestattet. Was wir noch suchen, ist ein Center für die erste Sturmlinie!»
In Bezug auf die Sitzlätze im erweiterten Stadion konnte Patrick Lengwiler die Versammlung beruhigen: «Die Gönnerclubs Wings, Club 111 und Kristall-Club werden bei der Vergabe der Plätze Vorrang haben. Die OYM hall verändert sich mit dem Umbau total. Umso mehr lohnt es sich, an einer Bau-Führung teilzunehmen.» Auf jeden Fall genügend Diskussionsstoff für das feine Dinner aus der Park Hotel-Küche von Kristall-Club-Mitglied und Garden Park Zug AG-Direktorin Irene Gangwisch.
Text: Eugen Thalmann | Thalmann Communication AG
Bilder: Chloé Spichiger, Eugen Thalmann
Location: Park Hotel Zug
Unterlagen GV: Website
